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4Reasons-Radio » Computerecke » Albertos Computerecke » Tipps & Tricks
Kein Zugriff auf Netzwerkfreigabe eines NAS – Fehler 0x80004005 oder 0x80070035
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19.01.2019 14:55
 #1
 Beitrag drucken Kein Zugriff auf Netzwerkfreigabe ein... | Bearbeitet von Alberto 19.01.2019 18:28
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Alberto

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 (37)

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Im Normalfall ist der Zugriff auf eine Netzwerkfreigabe recht einfach und unproblematisch. Ich habe in den letzten 20 Jahren zahlreiche Netzwerke eingerichtet und bis dato nie Probleme gehabt. In den letzten 3 Monaten bekam ich gleich mehrfach die im Titel beschriebenen Fehlermeldungen angezeigt. Für mich kam dieses Problem völlig überraschend, da zwei weitere PCs sich ohne Probleme auf das neue NAS (WD MyCloudEx2Ultra) verbinden ließen, nur der dritte wollte gar nicht. In einem anderen Netzwerk wurde ein alter PC gegen einen neuen PC getauscht. Die vorhanden 5 schafften den Zugriff auf die Netzwerkfreigaben (auf einem QNAP) ohne Probleme, nur der neue PC wollte nicht.

Da dieses Problem nun mehrfach in kurzer Zeit aufgetreten ist, war es ein Grund für mich der Dinge auf den Grund zu gehen. An dieser Stelle möchte ich Euch alle Tipps und Möglichkeiten aufzeigen um den Fehler zu beseitigen. Gleich vorab, es wird keine Sache von 5 Minuten und mit Windows sollte man sich etwas auskennen. Alle Tipps beziehen sich auf Windows 10 in der Version 1803 und 1809.

Alle von mir beschriebenen Tipps greifen in das Betriebssystem ein und verändern möglicherweise die Standardeinstellungen. Alle von Euch durchgeführten Änderungen geschehen auf eigenes Risiko. Ich und wir hier bei 4Reasons-Radio übernehmen keine Haftung! Von daher sichert vor Beginn wichtige Daten oder gleich die ganze Festplatte mit einem Tool Eurer Wahl.

Arbeitet nachfolgende Tipps der Reihe nach ab, nicht alle auf einmal. Startet nach jedem Tipp den PC neu und testet ob danach eine Verbindung möglich ist.

TIPP 1: Virenscanner und Firewall

Windows 10 bringt standardmäßig einen Virenscanner und eine Firewall mit. Sollten eine oder beide Systeme durch eine Drittanbietersoftware ersetzt worden sein, empfiehlt es sich diese zunächst zu deaktivieren. Sollte danach eine Verbindung möglich sein, muß die Konfiguration der Drittanbietersoftware überprüft werden. Dazu bitte die Dokumentation befragen.


TIPP 2: Ein nicht gestarteter Dienst

Drücke die Tastenkombination „Windows“ + „R“. In das Eingabefeld „services.msc“ eingeben und mit „OK“ bestätigen. In der Dienste Verwaltung den Dienst „TCP/IP-NetBIOS-Hilfsdienst“ suchen. Dieser Dienst muß auf „Wird ausgeführt“ stehen. Wenn nicht, dann auf diesen Dienst einen Doppelklick ausführen. „Starttyp“ muß auf „manuell“ stehen. Falls nicht, Einstellung ändern und Dienst per Hand über „Starten“ starten.


TIPP 3: Einstellungen im Netzwerkadapter

Klicke auf „Windows-Start“ > „Einstellungen“ > „Netzwerk und Internet“ > „Adapteroptionen ändern“. Öffnet in dem neuen Fenster nun den Netzwerkadapter per Doppelklick, mit dem der PC mit dem Netzwerk und dem Internet verbunden ist. Jetzt auf die Taste „Eigenschaften“ klicken.
a) Prüfe, ob das Protokoll „Reliable Multicast-Protokoll“ in der Liste vorhanden und mit einem Häkchen versehen ist. Sollte dieses Protokoll nicht vorhanden sein, jetzt auf „Installieren…“ > „Protokoll“ > „Hinzufügen“ > „Reliable Multicast-Protokoll“ und „OK“ klicken. Zum Abschluß das Protokoll noch mit dem Häkchen versehen.
b) Auf „Internetprotokoll, Version 4 (TCP/IPv4)“ einen Doppelklick ausführen. Dann auf „Erweitert…“ klicken und das Register „WINS“ öffnen. Nun die NetBIOS-Einstellungen von „Standard“ auf „NetBIOS über TCP/IP aktivieren“ ändern. Mit „OK“ bestätigen und alle Fenster schließen.


TIPP 4: Fehlende SMB1 Unterstützung

Drücke die Tastenkombination „Windows“ + „R“. In das Eingabefeld „Control“ eingeben und mit „OK“ bestätigen. Klicke auf „Programme und Features“. Im neuen Fenster auf der linken Seite nun „Windows-Features aktivieren oder deaktivieren“ betätigen. Es öffnet sich ein neues Fenster. Etwa mittig sollten die Features „SMB 1.0/CFIS File Sharing Support“ und „SMB Direct“ zu finden sein. Beide Features mit einem Häkchen versehen und mit „OK“ bestätigen. Danach werden diese Features nachinstalliert. Der PC muß im Anschluß an diese Aktion neu gestartet werden.

HINWEIS: Sollte das Feature „SMB 1.0/CFIS File Sharing Supportnicht in der Liste zu finden sein, bitte folgendes durchführen. Drücke „Start“ und tippe „powershell“. Im Startmenü wird nun „Windows PowerShell“ angezeigt. Starte die PowerShell als Administrator! In der PowerShell „Enable-WindowsOptionalFeature -Online -FeatureName smb1protocol“ eingeben und mit „Enter“ bestätigen. Falls Bestätigungen erforderlich sind, diese mit „J“ bestätigen. Zusätzlich kann noch sichergestellt werden, daß SMBv2 und SMBv3 aktiv ist. Dies geschieht mit „Set-SmbServerConfiguration -EnableSMB2Protocol $true“. Danach PC neu starten und TIPP 4 wiederholen.


TIPP 5: Änderung in der Gruppenrichtlinie

Drücke die Tastenkombination „Windows“ + „R“. In das Eingabefeld „secpol.msc“ eingeben und mit „OK“ bestätigen. Öffne den Ordner „Lokale Richtlinien“ und den Unterordner „Sicherheitsoptionen“. Suche die auf der rechten Seite die Richtlinie „Netzwerksicherheit: LAN Manager-Authentifizierungsebene“ und öffne diese per Doppelklick. Klappe das Auswahlfeld auf und wähle den Eintrag „LM- und NTLM-Antworten senden (NTLMv2-Sitzungssicherheit verwenden)“. Den Vorgang mit „OK“ bestätigen.


TIPP 6: Windows Registry

Drücke die Tastenkombination „Windows“ + „R“. In das Eingabefeld „regedit“ eingeben und mit „OK“ bestätigen. Öffne den Schlüssel „HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\LanmanWorkstation\Parameters“. Folgende Einträge sollten existieren:
a) EnablePlainTextPassword > REG_DWORD > 0
b) EnableSecuritySignature > REG_DWORD > 1
c) RequireSecuritySignature > REG_DWORD > 0
d) ServiceDll > REG_EXPAND_SZ > %SystemRoot%\System32\wkssvc.dll
e) ServiceDllUnloadOnStop > REG_DWORD > 1


Sollten weitere Eintragungen (außer „Standard“) existieren, diese löschen. Dazu den entsprechenden Eintrag mit der Maus markieren und mit der Taste „Entf“ löschen.


Diese Tipps führten zumindest bei mir in beiden Fällen zum Erfolg. Sollten diese Tipps nicht helfen, sollte ggf. eine Neuinstallation von Windows 10 in Betracht gezogen werden.
 
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